Mittwoch, 20. Januar 2016

[Stempel-Review] Fabian. In memoriam

Quelle Cover: Amazon
Ich weiß gar nicht so genau wie ich anfangen soll.
Dieses Buch hat mich wirklich sehr mitgenommen und mit jeder Seite fühlte ich mich mehr in meine Vergangenheit zurückversetzt.
Fabian. In memoriam handelt von einem Jungen, der Depressionen hat und sich selbst verletzt. Und auch ich habe einst in so einer Phase gesteckt. Auch ich habe eine schwere depressive Zeit hinter mir und mit Zeitweise selber verletzt.



Hier mal der Klappentext für euch:
Fabian ist mit seinem Leben unzufrieden. Sowohl in der Schule als auch mit seinen Eltern treten immer wieder Konflikte auf. Aus Ermangelung einer Bezugsperson kann er sich nur einem titellosen Buch anvertrauen, das er selbst mit seinen Gedanken füllt. Zusätzlich verletzt er sich regelmäßig selbst.
Im neuen Mitschüler Marc findet das Mobbingopfer einen neuen Freund, der sich in der Schule und in seiner Familie für Fabian einsetzt. Die Freunde verbindet die Liebe zu Büchern. Endlich gelingt es Fabian, sich einem Menschen gegenüber zu öffnen.
Marc empfindet Fabians Probleme als unbedeutend. Trotzdem verteidigt er ihn gegen seine Mitschüler und ergreift auch gegenüber Lehrern Partei für ihn. Dadurch jedoch wird Marc selbst zum Außenseiter der Klasse und er beschließt dagegen vorzugehen. Marc will Fabian mit einem Mädchen verkuppeln, um das Ansehen der beiden in der Klasse zu verbessern. Seine Bemühungen scheitern und Fabian wird erneut zum Gespött aller. Daraufhin zieht er sich zurück. Die Freundschaft der beiden wird nun auf eine harte Probe gestellt. Und Fabians Todeswunsch wächst.
Wird Fabian seinen Plan durchführen? Oder findet Marc doch noch einen Weg, ihn davon abzubringen?

Dieses Buch spiegelt die Gefühle eines Menschen mit Depressionen echt gut wieder und zeigt, wie schwer diese es haben. Gleichzeitig liest man aber auch darüber, wie Aussenstehende über einen Menschen denken, der auf den ersten Blick einfach nur schüchtern und irgendwie "verrückt" wirkt. Doch niemand blickt hinter die Fassade des erkrankten Menschen und steckt ihn in eine Schublade.
Das Buch behandelt in diesem Falle auch das Tabu-Thema Mobbing. Einer gegen alle. Fabian gegen seine Klassenkameraden. Und sogar sein Freund Marc stellt sich plötzlich gegen ihn.
Doch mehr verrate ich nicht.

Das Ende des Buches hat mich wirklich sehr mitgenommen. Ich habe wahrlich nicht damit gerechnet.
Ich saß am Ende hier und mir flossen Tränen über die Wangen, weil ich so sehr mit allen Beteiligten mitfühlen konnte. Besonders mit Fabian.
Seine Eltern haben sich seit der Geburt seiner Schwester nicht mehr richtig um ihn gekümmert. Sie war ja das rosa Wunschkind, wie sie im Buch immer genannt wird.
Und die Eltern radioaktiv, weil sie immer so sehr strahlten, wenn es um die Schwester ging.
Schon passend wie ich finde, meine kleinen Brüder waren auch immer die Engel und ich als Älteste oft nur das fünfte Rad am Wagen. Zumindest fühlte es sich für mich so an.

Das Cover gefällt mir übrigens auch sehr gut.
Es wirkt so, als würde Fabian seinen Weg ins Licht gehen. Dorthin, wo es ihm besser geht wo er frei sein kann.
Frei sein, das wünschen sich alle Menschen mit Depressionen.
Abschalten, alle Sorgen vergessen. Einfach nur leben!

Ich empfehle allen Menschen, mit oder ohne Depressionen, dieses Buch.
Einfach, damit man uns besser verstehen kann. Damit ihr nachvollziehen könnt, wie wir uns fühlen.
Denn alles was wir uns wünschen ist ein Mensch der für uns da ist. Der uns in den Arm nimmt und uns zeigt, dass wir nicht alleine sind.
Bitte nehmt euch das einfach mal zu Herzen.

Bis bald

1 Kommentar:

  1. Ein toller Buchtipp. Vielen Dank dafür. Ich werde es auf jeden Fall lesen. Also zu erst kaufen und dann lesen.
    Liebe Grüße und bis zum nächsten Buchtipp.

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