Montag, 25. April 2016

Selbstreflexion: Freundschaften

Heute muss ich mir mal so ein paar Sachen von der Seele schreiben: einfach mal etwas über das Thema Freundschaften.

Inspiriert durch einen Post eines anderen Blogs wurde ich zum Nachdenken angeregt. Was genau sind Freundschaften? Was machen diese aus? Und wann ist es noch eine solche und wann nicht mehr? Diese Fragen möchte ich aus meiner Sicht beantworten, und ich verspreche, dass ich möglichst ehrlich mit dem Thema umgehen möchte.
 
Meine Definition eines Freundes ist eine Person, die zu einem steht, in guten wie in schlechten Zeiten. Leider wurde ich doch zu oft enttäuscht, dass ich selten das Wort "Freund" in den Mund nehme, meist sind es bei mir nur Bekanntschaften. Und doch gibt es Leute in meinem Leben, die ich Freunde nennen darf, auch wenn der Kontakt manchmal eine längere Zeit abreisst, im Gegenzug gibt es aber auch wieder Leute, mit denen man jeden Tag schreibt und es wird nie wirklich langweilig, wenn man einfach nur mal rumscherzt, statt jeden Tag ernste Themen zu wählen. Das Leben ist schon schwer genug, da muss man das nicht auch noch hier hineinfließen lassen.

Aber wie genau merkt man, wenn man jemandes Freund ist oder dieser einen einfach nur ausnutzt? Diese Frage ist für mich nicht einfach zu beantworten, alleine dadurch, dass ich einfach zu herzensgut bin und oft nur das Gute im Menschen sehe, irre ich mich immer wieder. Vielleicht ist es daran erkennbar, dass wenn ich was gebe, mir auch immer was nehmen darf. Denn ist das nicht gegeben und ich bekomme nie was zurück, dann sollte mich das eigentlich stuzig machen und eine solche Freundschaft hinterfragen, nur kommt das selten vor.

Man sollte meinen, dass Freundschaften ewig halten. Der Gedanke ist falsch, es kann zu jeder Zeit eine Freundschaft zerbrechen, zum Beispiel bei veränderten Interessen oder dass man nicht mehr auf einer Wellenlänge miteinander ist. Jeder lebt sein Leben und trifft eigene Entscheidungen. Eben manchmal auch welche, die für andere nicht gut sind. So verändert sich der Mensch auch mit der Zeit und das, was einst eine Freundschaft ausmachte, scheint verflogen oder ausgewachsen. Man ist sich nicht mehr grün und würde am liebsten dem anderen die Pest an den Hals wünschen. Gut, so schlimm soll es nicht kommen, schon aus Prinzip nicht, aber das sind meist die ersten Gedanken. Lieber man geht im Stillen und ohne Streit auseinander, aber auch das lässt sich nicht immer vermeiden.

Ich für meinen Teil habe viele Freundschaften einschlafen lassen und leider kam auch von der anderen Seite keine Reaktion mehr. Das ist ein Zeichen für mich, dass das Interesse einfach nicht mehr da ist. Oder es liegt an mir, da ich generell dazu neige, mich selten zu melden, sollte ich vielleicht öfter mal tun. Aber gleichzeitg habe ich da so ein paar "Wände" im Kopf, die sich einfach nicht einreissen lassen. Wände, von denen mancher vielleicht von Schüchternheit spricht, aber ich sie mittlerweile als Produkt einer Depression sehe, die ich immer wieder mal habe.

Als ich jetzt die letzten Tage unter Leute kam, habe ich genau gespürt, dass ich vieles verdrängt habe und es eigetlich nur unter mit bekannten Personen, auch Freunde genannt, wirklich zeigen kann. Bei ihnen bin ich dann, verglichen mit der sonstigen Zeit, richtig aktiv geworden. Alleine schon zu wissen, dass es da doch noch Leute gibt, denen ich vertrauen kann und die mir Kraft geben, Kraft, die mir viel zu oft geraubt wird, während ich da tatenlos bei zusehe.

Hoffe, dass euch meine kleine Gedankenwelt etwas gefallen hat. Es sind wie gesagt nur einfach niedergeschriebene Gedanken und bevor ich mich selber damit belaste, habe ich spontan dazu mal einen Post hier auf diesem Blog verfasst.

Euer Sebastian

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