Mittwoch, 1. Juni 2016

[Bericht] Hilfe für Japan 2011

Fünf Minuten Hilfe sind besser als zehn Minuten Mitleid.
Armenisches Sprichtwort


Quelle: Hilfe für Japan 2011
Auf der DoKomi 2016 kamen wir an einem Stand vorbei, der sich der Hilfe für die Kinder der Atomkatastrophe der Region um Fukushima in Japan verschrieben hat. "Hilfe für Japan 2011" ist eine Spendenaktion der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Dortmund, Teil der Auslandsgesellschaft NRW e.V.unter der Leitung von Yoko Schlütermann sowie ihrem Ehemann Horst Schlütermann als stellvertretdenden Leiter.
Das Team um dieses Projekt sammelt eherenamtlich Spenden und ermöglicht somit Kindern aus der Region Fukushima, an Erholungsprogrammen in Feriencamps auf der Insel Okinawa teilzunehmen und damit auch die Ereignisse um Fukushima verarbeiten zu können.

Das Team des Projekts ist mit einem Informationsstand auf verschiedenen Veranstaltungen anzutreffen und richtet selber auch Gedenktage/-abende und Benefizkonzerte aus. Wir haben sie an ihrem Informationsstand auf der DoKomi 2016 in Düsseldorf angetroffen und so ein wenig über ihr Projekt erfahren können.

Gegründet wurde dieses Projekt am 18. März 2011, kurz nach den Ereignissen eines Tsunamis und die dadurch entstandene Atomkatastrophe des KKW Fukushima, welche diese Region durch unglückliche Umstände und Ereignisse atomar verseuchte. Diese Katastrophe sorgte dafür, dass ein größerer Bereich um Fukushima von der japanischen Regierung aus evakuiert werden musste. Seitdem sind die Meldungen von Krebs- oder krebsähnlichen Erkrankungen als Folge dieser Bestrahlung stark gestiegen. Die Regierung veranlasste eine Dekontaminierung der Region, um eine baldige Wiederbesiedlung zu ermöglichen. Doch kann sie die atomar verseuchten Müllberge nicht entsorgen, so kommt es, dass überall Säcke mit kontaminierter Substanz rumstehen. Jene Säcke enthalten alles, was sich in den oberen Schichten befand; Pflanzenreste, Erde und anderes. 

Doch was genau geschah vor gut 5 Jahren in Japan?
Die gesamte Katastrophe begann am 11. März um 14:46 Uhr Ortszeit mit dem Tōhoku-Erdbeben, wodurch es folglich in den nächsten Stunden zu Kühlwasserproblemen und dadurch in den Reaktorblöcken 1, 2 und 3 zu einer Kernschmelze kam, die anderen Reaktorblöcke waren zu dieser Zeit auf Grund von Wartungsarbeiten ausser Betrieb. Durch spätere Explosionen sowie austretender Dämpfe durch Druckentlastungen gelangten große Mengen an radioaktivem Material, die teilweise sogar die Dosen der Tschernobyl-Katastrophe überstiegen, in die Umwelt und kontaminierten somit Luft, Böden, Wasser und Nahrungsmittel in der land- und meerseitigen Umgebung.

In Folge der Ereignisse wurden insgesamt in einem Umkreis von 20 km ca. 170.000 bis 200.000 Einwohner, darunter 20.000 auf freiwilliger Basis, evakuiert. Die Reaktorblöcke 1 bis 4 sind aufgrund der vorhandenen Schäden nicht weiter betreibbar und wurden somit außer Kraft gesetzt, ähnliches galt auch für die verbliebenen 2 Reaktorblöcke 5 und 6. Die gesamte Kraftwerksanlage gilt als stillgelegt und wird nun in den nächsten Jahrzehnten zurückgebebaut, Schätzungen zu Folge bis ins Jahr 2040-2050.

Durch Untersuchen wurde festgestellt, dass unter den Umgesiedelten Einwohnern die psychischen Störungen etwa um das 5-fache höher lagen als im japanischen Durchschnitt.

Das Projekt hat mit Stand 23. Mai 2016 eine Summe gesammelter Spenden von 327.932€. Die projektbezogenen Aufwandskosten von 11.039,-€ sind bei der Auslandsgesellschaft NRW e. V. entstanden, da sie das Projekt mit mehr Personalaufwand unterstützt haben. Horst und Yoko Schlütermann arbeiten ehrenamtlich, so dass sie gänzlich auf Honorar und Kosten verzichten und auch in Zukunft es so handhaben werden.

Weiter hat man auch die Möglichkeit, dem Projekt eine kleine Spende in Form einer Überweisung zukommen zu lassen. Wer dies tun möchte, der kann dies an folgende Bankdaten tun:

Empfänger: Auslandsgesellschaft NRW e.V. 
IBAN: DE05 4405 0199 0001 0709 16
BIC: DORTDE33XXX (Sparkasse Dortmund)
Stichwort: Hilfe für Japan (Für Spendenbescheinigung bitte die vollständige Postanschrift im Überweisungsformular angeben)

Zum Schluss möchten wir euch noch einen Manga vorstellen, der sich ebenfalls mit der Thematik auseinandersetzt: Daisy aus Fukushima, erschienen im Verlag "Egmont Manga". Beim Kauf dieses Mangas wird ebenfalls 1€ an dieses Projekt gespendet, auch findet man in diesem Manga eine Erwähnung von "Hilfe für Japan" am Ende.

Weitere Infos: http://www.egmont-manga.de/buch/daisy-aus-fukushima/

Wir, Cosmic und Ich, finden, dass dieses Projekt eine sehr gute Idee ist und unterstützen es daher gerne. Auch wenn es vorerst nur mit diesem Beitrag ist.
Wir hoffen, dass wir das Team von "Hilfe für Japan 2011" bald wieder auf einer Veranstaltung antreffen werden und somit vielleicht noch weitere Kontakte knüpfen können. 


Quellenangaben:
"Hilfe für Japan 2011"
Webseite: http://hilfefuerjapan2011.de/ 
Facebook (Auslandsgesellschaft NRW e.V.): http://www.facebook.com/pages/Auslandsgesellschaft-Nordrhein-Westfalen/125306860872495 

Chronologie der Katastrophe (Wikipedia):
https://de.wikipedia.org/wiki/Nuklearkatastrophe_von_Fukushima 
https://de.wikipedia.org/wiki/Chronik_der_Nuklearkatastrophe_von_Fukushima

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