Freitag, 6. Oktober 2017

HEP Diary #3 - Menschenbilder

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"Wir unser Menschenbild unseren Alltag prägt!"

Ist euch auch schon mal aufgefallen, dass wir Menschen beinahe ständig in Schubladen denken und uns kaum Gedanken darüber machen warum andere Menschen sie sind wie sie sind? Wir sehen immer nur die äußere Hülle unserer Mitmenschen, aber schauen nie hinter die Fassasde. Denkt mal an die Geschichte vom barmherzigen Samariter die ich euch vor wenigen Tagen gezeigt habe.

Aber warum ist das eigentlich so? Warum sind wir so egoistisch, dass wir Menschen, die wir überhaupt nicht kennen, in Schubladen stecken? Menschen die wir noch nie zuvor gesehen haben und vielleicht auch nie mehr wiedersehen?

Unser Menschenbild wird von unserer Kindheit an geprägt. Verschiedene Faktoren sorgen dafür, dass sich unser Menschenbild entwickelt und unsere Denkweise entsteht.
Dazu habe ich euch mal ein kleines Schaubild erstellt.


All diese Dinge beeinflussen unsere Wahrnehmung und unser Menschenbild. Wir achten nur noch auf das Äußere und schauen nicht mehr hinter die Fassaden unserer Mitmenschen. Es interessiert uns nicht mehr. Wir sind zu sehr auf uns selber fixiert.

Ich finde das sehr schade, weil wir mit diesem Verhalten vielen interessanten Personen fernbleiben. Sebastian und ich haben durch die Conventions viele sehr nette Menschen kennengelernt und viele neue Freunde gefunden.
Und auch in meinem späteren Beruf muss ich lernen hinter die Fassaden zu blicken und nicht nur das Äußere zu sehen. Da muss ich meine Klienten so nehmen wie sie sind. Sowieso würde es mir niemals einfallen sie in irgendeiner Form in Schubladen zu stecken.
Ebenso wenig tu ich dies mit meinen Freunden. Ganz egal wo sie herkommen, welche Sexualität sie haben und so weiter.

Dennoch merke ich aber manchmal, besonders morgens in der Bahn, dass ich Menschen in Schubladen stecke. Oft sehe ich Kinder und Jugendliche mit den neusten Smartphones in der Hand wie sie fröhlich Spiele spielen. Oder auch Erwachsene die ständig Nachrichten tippen, während ich im Zug sitze und ein Buch lese oder aus dem Fenster schaue. Mein Handy nutze ich derzeit nämlich nur zum Musik hören, weil ich im Moment keine Internetflat habe, die ich weder brauche noch vermisse.
Aber wenn ich die ganzen Leute um mich herum so beobachte merke ich schon, dass wir wirklich sehr durch Medien geprägt und beeinflusst werden. Das kann man aber auch selber steuern! Wir müssen und nicht so beeinflussen lassen. Man kann sich zu allem seine eigene Meinung bilden und muss sich nicht einer Gruppe anschließen.
Vergesst nicht, dass ihr euer eigener Herr seid!

Versucht mal die Menschen um euch herum aus einem anderen Blickwinkel zu sehen und auch mal hinter die Fassade zu blicken. Unterhaltet euch mit den Leuten, lernt sie kennen, wenn sie euch sympathisch sind. Aber steckt sie nicht immer sofort in Schubladen. Ihr würdet euch nicht wollen, dass man das mit euch macht.

In diesem Sinne, bis bald

eure Cosmic*

Dienstag, 26. September 2017

HEP Diary #2 - Geschichten aus dem Alltag (Der barmherzige Samariter)

Quelle: Klick
Kennt ihr die Geschichte vom barmherzigen Samariter? Nein?
Wir haben die Geschichte heute in Philosophie gelesen und kann dazu sagen, dass sie noch heute dem alltäglichen Geschehen entspricht.

Wie oft geschehen Unfälle auf der Autobahn und alle fahren langsam an der Unfallstelle vorbei, schauen hin, machen Fotos und fahren dann weiter? Nervig, weil dann Stau entsteht.
Aber wir Menschen sind heute so sensationsgeil und verrückt nach Aufmerksamkeit in sozialen Netzwerken, dass wir gar nicht bemerken was wir da eigentlich tun. Statt zu helfen schauen wir nur hin. Ob nun auf der Autobahn oder woanders.
Wir fragen uns nicht was geschehen ist. Wir fragen uns nicht, warum Menschen in zerrissenen Klamotten rumlaufen oder auf der Straße liegen.

Habt ihr von dem alten Mann gehört, der in einer Bank zusammenbrach und mehrere Personen einfach über ihn hinwegstiegen anstatt zu helfen? Einfach schrecklich sowas. Warum war da niemand geholfen? Laut der Aussagen der Angeklagten dachten sie, dass der Mann ein Obdachloser gewesen sei. Aber wenn er doch eine Kopfverletzung hatte, warum hat dann niemand darauf reagiert? Wäre man selber an seiner Stelle gewesen, hätte man sich doch auch gewünscht, dass man Hilfe bekommt, oder nicht?
Aber an solchen Geschichten sieht man, dass viele Menschen heute zu sehr auf sich selber fixiert sind und viel zu sehr von Vorurteilen geprägt.

Und um das in die heutige Zeit zu übertragen sollten wir heute in der Schule eine eigene Geschichte verfassen. Und diese möchte ich euch nun zeigen.


Retter im Mondlicht



„Hilfe“, flüsterte sie. „Hilfe, Hilfe“, immer wieder.

Vollkommen verängstigt irrte sie über die belebte Fußgängerzone. Die Leute warfen ihr Blicke zu. Fragende, abschätzige Blicke. Sie drehten den Kopf weg, wenn sie ihnen hilfesuchend in die Augen blickte. Die Tränen sahen sie nicht.

Ihre zerrissene Kleidung lenkte die Passanten von ihrem traurigen, völlig verzweifelten Blick ab. Niemand scherte sich darum was mit ihr war. Einem jungen elfjährigen Mädchen.

Verzweifelt ließ sie sich an einer Hauswand nieder. Und die Zeit verging. Die Fußgängerzone leerte sich von Minute zu Minute mehr. Der Abend brach herein. Immer weniger Menschen kamen an ihr vorbei.

Ein junges Paar lief wenige Meter entfernt an ihr vorbei. Ein mitleidiger Blick. Mehr Aufmerksamkeit bekam sie nicht.

Wenig später kam ein älterer Mann im Anzug vorbei. Ein abwertender Satz fiel. Mehr bekam sie nicht zu hören.

Dann eine Gruppe Jugendliche. Sie blieben bei ihr stehen. Hoffnungsvoll blickte sie zu den Gesichtern hinauf. Doch statt einer helfenden Hand erkannte sie ein Smartphone das auf sie gerichtet wurde. Blitzlicht zuckte. Gelächter erklang, als sie flehte und um Hilfe bat. Ihr hilfloser Blick wurde auf fieseste Art imitiert. Dann gingen sie weg und sie ließ sich auf den Boden sinken.



Wieder verging Zeit. Sie wusste nicht wie lange sie dort lag. Ihre Augen geschlossen lag sie am Boden und lauschte in die Dunkelheit.

Irgendwann ertönten Schritte. Sie kamen näher und verstummten nahe bei ihr. Sie spürte wie sich jemand zu ihr kniete. Eine Hand strich durch ihr Gesicht. Kraftlos öffnete sie die Augen. Blinzelnd versuchte sie ihren Blick zu klären. Sie erkannte ein junges Mädchen, etwa in ihrem Alter. Sie hatte blau Augen und ein blasses Gesicht. Doch ihre Augen glänzten.

„Hallo, ich bin Victoria. Wer bist du und warum liegst du hier so alleine?“, stellte sich das Mädchen vor. Kindliche Neugierde war in ihrer Stimme zu hören.

Victoria wusste wie es war, wenn niemandem einem half. Und sie wusste wie es sich anfühlte alleine zu sein. Darum hatte das Mädchen ihre Aufmerksamkeit geweckt.

Das am Boden liegende Mädchen richtete sich auf. Zerzaust fielen ihr ihre Haare ins Gesicht. Energisch schob sie die Strähnen beiseite.

„Ich bin Elysa. Ich bin von zuhause weggelaufen. Meine Eltern haben sich getrennt und ich bin bei meinem Vater geblieben. Er hat...“ Sie unterbrach ihren Satz. Sie konnte nicht aussprechen, was sie erlebt hatte. Es war noch zu frisch und sie verstand überhaupt nicht was eigentlich geschehen war.

Ein junger Mann gesellte sich zu den Mädchen. Victorias Vater, der die Unterhaltung mit angehört hatte.

Trotz des Erlebten fand Elysa Vertrauen zu den beiden Fremden, die bereit waren ihr zu helfen, nachdem so viele andere sich ihrer nicht angenommen hatten.

Victoria und ihr Vater nahmen Elysa mit zu sich, kümmerten sich um sie und halfen ihr eine neue Familie zu finden, die sie liebevoll bei sich aufnahmen. 

Ich möchte die Geschichte gerne unkommentiert lassen und dafür lieber eure Meinung und Geschichten hören. 
Was habt ihr schon so erlebt? Habt ihr selber schon mal jemandem in Not geholfen? Oder habt ihr selber mal beobachtet, dass Menschen einfach an verletzten und/oder hilflosen Personen vorbei gegangen sind. Oder habt euch selber mal nicht getraut wem zu helfen der in Not ist?
Ich bin auf eure Storys gespannt.
 

Einen schönen Abend und bis bald =)

Eure Cosmic*  

Freitag, 8. September 2017

HEP Diary #1 - Ausbiodungsbeginn

"Der Schulalltag beginnt!"

Vor einer Woche begann meine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin am LVR Berufskolleg in Düsseldorf-Gerresheim. Mein dritter Versuch mittlerweile und diesesmal werde ich es auch schaffen.
Vielleicht erinnern sich noch einige von euch daran, dass ich die Ausbildung schon mal begonnen, aber nicht geschafft habe aus unterschiedlichen Gründen. Das steht aber nun nicht auf dem Plan.

Entschieden habe ich mich für die Vollzeit-Ausbildung. Das heißt, dass ich zwei Jahre zur Schule gehe und zwischendurch Praktikas von mehreren Wochen habe. Im dritten Lehrjahr erwartet mich dann das sogenannte Anerkennungsjahr in einer Einrichtung der Behindertenhilfe. 
Damals hatte ich die Praxisintegrierte Ausbildung angefangen. Aber dies war mir zu stressig, weil ich mich da auf beides, Praktikum und Schule, konzentrieren musste. So ist es wesentlich entspannter, auch wenn ich mich echt wieder an das frühe Aufstehen gewöhnen muss.Ebenso an die Schulzeiten. Denn Montags haben wir von 08:15 Uhr bis 17:00 Uhr Schule. Und das finde ich schon echt lang. Besonders dann, wenn man nicht mehr dran gewöhnt ist. Außerdem habe ich dazu noch einen Anfahrtsweg von gut eineinhalb Stunden. Aber ich denke das wird sich mit der Zeit legen. Ich zeige euch mal ein Bild von meinem Stundenplan.


Wie ihr seht sind die anderen Schultage recht human. Und an den Montag kann man sich gewöhnen.
Bisher macht mir die Ausbildung allerdings Spaß, auch wenn noch nicht viel Zeit vergangen ist. Und etwas anderes positives ist, dass ich mich mit meinen Klassenkameraden gut verstehe. Ich bin ja eigentlich jemand die sehr schüchtern und zurückhaltend ist. Aber inzwischen klappt es recht gut mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. Da bin ich echt froh drüber kann ich euch sagen. 
Was mich nur ein wenig stört ist der Französisch-Unterricht, weil ich einfach der Meinung bin, dass ich mit dieser Sprache in meinem späteren Beruf nichts anfangen kann. Immerhin möchte ich mit Kindern arbeiten. Und da glaube ich nicht, dass von den Zwergen viele aus Frankreich kommen. Zumal wir die Sprache in einem Jahr nicht fliessend lernen können, abgesehen davon, dass ich die auch gar nocht fliessend lernen möchte. Französisch gefällt mir einfach nicht.
Aber gut, in dem einen Jahr werde ich mich trotzdem anstrengen damit ich gute Noten bekomme. Immerhin bin ich eigentlich eine kleine Musterschülerin. Und ich will nicht, dass sich da etwas dran ändert.

Neben dem Fach Französich gibt es auch noch viele andere wie ihr seht. Einige sind gleich, aber wir haben sie bei unterschiedlichen Lehrern, die auch unterschiedliche Inhalte mit uns durchnehmen und ich bin echt gespannt wie sich das weiter entwickelt.
Bücher haben wir auch schon einige bekommen und bisher mussten wir uns nur ein Buch selber anschaffen. Eventuell werde ich auf die Bücher und Fächer noch in einem einzelnen Beitrag eingehen, sofern Interesse bei euch besteht.

Nun gut, solltet ihr noch Fragen haben, dann scheut euch nicht diese zu stellen. Ich beantworte euch alles gerne.
Ich bemühe mich die Beiträge in regelmäßigen Abständen zu schreiben und auch mit ein paar Bilder zu verschönern.

Somit bis zum nächsten Mal im HEP Diary =)

Eure fleissig lernende Cosmic*